Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Paarberatung und Paartherapie?

Sowohl der Begriff Paartherapie als auch der Begriff Paarberatung sind in Deutschland gesetzlich nicht geschützt. Letztendlich ist die Arbeit eines gut ausgebildeten Paartherapeutens also genauso wertvoll wie die eines gut ausgebildeten Paarberaters und unterscheidet sich vom Grundprinzip her nicht. Entscheidend für mich persönlich ist aber, was der Begriff "Therapie" impliziert, nämlich eine gewisse Pathologisierung. Therapie wird üblicherweise angewendet bei körperlichen oder seelischen Erkrankungen. Etwas ist nicht gesund und muss entsprechend vom einem Fachmann geheilt werden. Genau aus diesem Grund habe ich mich für den Begriff Paarberatung entschieden:

Paare benötigen keine Therapie. Sie sind nicht krank und sie benötigen auch keinen Fachmann, der sie heilt. Sie stehen an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie sich einen Blick von Außen wünschen. Einen geschützten Raum, in dem sie ihre Gefühle und Bedürfnisse offen aussprechen können. Sie suchen nach neuen Ideen, wie sie gewisse Dynamiken zwischeneinander zukünftig in eine andere Richtung lenken können. Und genau dabei begleite ich sie als Paarberaterin. 

Wie läuft eine Beratung ab?

In einem kostenlosen Erstgespräch (ca. 30 Minuten) lernen wir uns kennen und schauen, ob Sie sich mit Ihrem Thema bei mir wohlfühlen. Sie erzählen mir, was Sie zu diesem Schritt bewegt hat, welche Lösungsversuche es bereits gab und wie Ihre Wünsche und Hoffnungen für die Beratung und Ihre Zukunft aussehen. In den folgenden Terminen machen wir uns gemeinsam auf den Weg, mit Hilfe von Gesprächen und verschiedenen Übungen Ihre Bedürfnisse hinter Ihren Themen herauszustellen und uns so Ihren ganz individuellen Wünschen und Hoffnungen weiter anzunähern. Wenn es für Sie und den Prozess passt, gebe ich Ihnen kleine Ideen für zuhause mit, die Sie bis zu unserem nächsten Termin einmal ausprobieren können. 

Kann die Beratung unsere Beziehung/Ehe retten?

Eine Paarberatung kann dazu beitragen, dass sich eine Beziehung wieder stabilisiert und die lang vermisste Harmonie wieder in den Alltag einkehren kann. Genauso kann eine Paarberatung aber auch den Raum für eine Trennung öffnen. Nicht immer ist das Fortführen der Beziehung die beste Lösung, auch wenn diese Einsicht oft erst einmal mit tiefer Trauer einhergehen kann. Das Gute daran ist: Sie selbst können sich jederzeit für den einen oder den anderen Weg entscheiden. Es ist Ihr Prozess und der Verlauf ist maßgeblich abhängig von Ihrem eigenen Einsatz. Sie halten das Ergebnis also voll und ganz in Ihren eigenen Händen.

Wie viele Termine benötigen wir?

Ich bin mir sicher, dass Sie die für Sie richtige Anzahl an Terminen ganz von selbst finden bzw. "fühlen" werden. Ich gebe hier keine Vorgabe und bin für Sie verfügbar, solange Sie sich das wünschen. Sollten Sie merken, dass Sie sich auch ohne einen weiteren Termin gut miteinander fühlen, dann können Sie sich jederzeit dafür entscheiden, keinen weiteren Termin in Anspruch zu nehmen. Sollten Sie irgendwann feststellen, dass Sie sich doch noch einmal ein Gespräch und meinen Beitrag in Ihrer Beziehung wünschen, können Sie jederzeit einen weiteren Termin bei mir nutzen. Manche Paare fühlen sich nach 2-3 Beratungsterminen ausreichend gestärkt, andere Paare wünschen sich eine längere Begleitung und setzen im Verlauf beispielsweise den Abstand zwischen den Terminen dann auf nur noch einen Termin pro Monat.

In welchem zeitlichen Abstand finden die Termine statt?

Auch diese Entscheidung lege ich allein in Ihre Hände. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Thema gerade sehr akut ist und sehr viel Raum in Ihrer Beziehung einnimmt, dann können wir mit kürzeren Abständen zwischen den Terminen beginnen, beispielsweise 1 Termin pro Woche. Wenn Sie das, was wir in der Beratung besprechen, erst einmal in Ruhe in Ihrer Beziehung ausprobieren möchten, dann sprechen wir einen größeren Zeitabstand ab, beispielsweise 2 oder 3 Wochen. Auch hier werden Sie "fühlen", was genau Sie brauchen. Der Abstand zwischen den Terminen kann jederzeit angepasst werden.

Warum so wenig Vorgaben? 

Manchmal entsteht vorab Verwunderung, warum es bei mir so wenig konkrete Vorgaben für die Beratung gibt. Die Anzahl an Terminen und den Abstand zwischen den Terminen überlasse ich Ihrem Bauchgefühl, das Ergebnis ist maßgeblich von Ihrem eigenen Zutun abhängig. Ich kann gut nachempfinden, dass - wenn man sich hilflos fühlt, man sich einen festen Planen wünscht, an dem man sich festhalten kann. Mein Ziel ist es jedoch nicht, Sie von mir und meinen Plänen für Sie abhängig zu machen. 

Mir ist es wichtig, Sie in Ihre ganz persönliche Selbstwirksamkeit zurückzuführen. Sie sind und bleiben die Experten für Ihre Beziehung. Vertrauen Sie auf Ihre Intuition und Ihr Gefühl, was genau Sie brauchen. Sie werden sehen, dass Sie diese Fähigkeiten ganz selbstverständlich wieder entdecken werden und somit selbst für sich und Ihre Beziehung entscheiden können. Meine Aufgabe ist es, Sie auf Ihrem Weg zu begleiten und Ihnen verschiedene Tools an die Hand zu geben, die Sie für Ihre Beziehung auch in Zukunft nutzen können.

Ist eine Paarberatung oder eine Familienberatung richtig für uns?

Paarberatung: Sind die Themen, die Sie mitbringen, vor allem zwischen Ihnen als Paar existent? Denken Sie, eine Veränderung auf Ihrer Paarebene (Kommunikation, Vertrauen, Streitkultur, Zeitmanagement etc.) könnte ausreichen, um auch die anderen Themen innerhalb Ihrer Familie positiv zu beeinflussen? Oder wäre es zumindest ein möglicher erster Schritt?

Familienberatung: Ihre reine Paarebene nehmen Sie als stabil und funktional wahr? Es gibt keine Themen, für die Sie sich auf dieser Ebene eine Veränderung wünschen? Sie sehen vor allem auch andere Familienmitglieder stark involviert in die Themen, die Sie beschäftigen und diese Familienmitglieder wären bereit, an einer Beratung (möglicherweise wenigstens im späteren Verlauf) teilzunehmen?

Können wir in einer Paarberatung auch Einzeltermine vereinbaren?

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass eine Paarberatung bestenfalls mit beiden PartnerInnen gemeinsam stattfindet. Mir ist es wichtig, dass Sie sich beide gleichermaßen von mir gesehen und verstanden fühlen. Dieses Gleichgewicht kann durch Einzeltermine aus der Waage geraten. Außerdem möchte ich nicht, dass Sie das Gefühl haben, es könnte Geheimnisse zwischen mir und Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin geben. Ich halte Einzeltermine zumeist nur dann für sinnvoll, wenn es für Sie beispielsweise ein wichtiges Thema gibt, welches Sie vorab mit mir besprechen möchten, weil Sie unsicher sind, wie Sie dieses in unseren gemeinsamen Terminen ansprechen können.

Was kann ich tun, wenn mein/e Partner/in nicht zur Beratung möchte?

Nicht immer sind beide PartnerInnen in einer Beziehung gleichermaßen zu einer Paarberatung bereit. In so einem Fall gibt es für Sie zwei Möglichkeiten: 

- Wir treffen uns zu einem Vorgespräch, gehen aber nicht auf die Themen und Details zu Ihrer Beziehung ein. Stattdessen schauen wir, wie sich Ihr/e Partner/in zu einer Teilnahme an einer Paarberatung motivieren lassen könnte.

- Wir schauen im Rahmen einer Einzelberatung, bei welchen Ihrer ganz persönlichen Themen ich Sie ein Stück begleiten darf. Setzt bei einem Partner eine Veränderung ein, bringt dies in den allermeisten Fällen auch eine Änderung in der Paardynamik mit sich. 

Gibt es kurzfristige "Notfall"-Termine?

Wenn Sie das Bedürfnis nach einem sehr kurzfristigen Termin haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail oder rufen Sie mich an. Auch hierfür werden wir eine für Sie hilfreiche Möglichkeit finden.

Was passiert, wenn wir einen Termin kurzfristig absagen müssen?

Ich vertraue darauf, dass Sie einen wichtigen Grund haben, wenn Sie Ihren Termin einmal kurzfristig absagen müssen und erhebe daher kein Ausfallhonorar.

Gibt es einen Vertrag, den wir unterschreiben?

Nein, bei mir unterschreiben Sie keinen Vertrag und gehen somit auch keinerlei rechtliche Verpflichtungen ein. 

Übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten?

Nein, eine Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen ist nicht möglich. Eventuell können Sie die Ausgaben gemäß § 33 EstG als "Außergewöhnliche Belastung" steuermindernd geltend machen. Halten Sie hierzu bitte Rücksprache mit Ihrem Steuerberater oder dem für Sie zuständigen Finanzamt.

Wie können wir bezahlen?

Mein Honorar begleichen Sie bitte direkt im Anschluss an Ihren Termin bei mir. Sie haben die Möglichkeit in bar oder per EC-Kartenzahlung zu bezahlen. Selbstverständlich erhalten Sie hierüber einen entsprechenden Beleg.